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Wurmkur bei der Katze: Wie oft entwurmen und was ist zu beachten?

IVon Ilias, Herausgeber der Website · Aktualisiert am

Kurz gesagt

Wie oft eine Katze entwurmt wird, hängt von ihrer Lebensweise ab. Freigängerkatzen brauchen laut ESCCAP mindestens 4 Entwurmungen oder Kotuntersuchungen pro Jahr, reine Wohnungskatzen mindestens 1 bis 2. Kitten werden schon mit 3 Wochen behandelt. Wichtig: Präparate für Hunde gehören nicht auf die Katze — sie können tödlich sein. Die passende Frequenz legt die Tierärztin oder der Tierarzt fest.

Weiterlesen: unser Überblick über Krankheiten bei der Katze · unseren Ratgeber zur Katzenimpfung

Warum auch Wohnungskatzen eine Wurmkontrolle brauchen

Würmer betreffen nicht nur Freigänger. Laut einer von ESCCAP zitierten Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover waren 20 Prozent aller Wohnungskatzen mit Spulwürmern infiziert — vermutlich über Eier, die unbemerkt an Schuhen oder Taschen in die Wohnung gelangten. Auch Katzen können zudem Wurmeier ausscheiden, die für den Menschen ansteckend sind. Grundlagen zu Krankheitsanzeichen finden Sie auf der Seite Katze krank, und die Grundimpfungen der Katze behandelt ein eigener Ratgeber.

Wie oft sollte eine Katze entwurmt werden?

Die ESCCAP Deutschland unterscheidet nach Risiko:

  • Freigängerkatzen: mindestens 4 Entwurmungen oder Kotuntersuchungen pro Jahr.
  • Wohnungskatzen: mindestens 1 bis 2 pro Jahr.
  • Katzen mit Freilauf, die Mäuse oder Aas fressen: monatliche Entwurmung gegen Bandwürmer.
  • Kitten: erste Behandlung mit 3 Wochen, dann alle 2 Wochen bis 2 Wochen nach der letzten Muttermilch (Schema 3-2-2).

Bei Rohfleischfütterung gilt: Fleisch 10 Minuten auf 65 °C Kerntemperatur erhitzen oder eine Woche bei −17 bis −20 °C einfrieren. Bei Flohbefall sollte zugleich gegen Bandwürmer behandelt werden, denn Flöhe können den Gurkenkernbandwurm übertragen.

Lebensweise der KatzeEmpfohlene FrequenzHinweis
FreigängerMindestens 4-mal pro JahrEntwurmung oder Kotuntersuchung
Wohnungskatze1 bis 2-mal pro JahrTrotzdem nötig, siehe TiHo-Studie
Freilauf mit Mäusen/AasMonatlichGegen Bandwürmer
KittenAb 3 Wochen, dann alle 2 WochenSchema 3-2-2

Vorsicht: Mittel für Hunde gehören nicht auf die Katze

Anti-Floh- und Zeckenmittel für Hunde können für Katzen lebensgefährlich sein. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) warnt: Spot-on-Präparate für Hunde enthalten oft Permethrin, das Katzen mangels eines Enzyms nicht abbauen können. Symptome einer Vergiftung sind Zittern, starker Speichelfluss, Krämpfe, Atemnot, Erbrechen und Durchfall. Nach Hautkontakt treten sie bis zu 3 Tage später auf, nach Ablecken schon nach Minuten oder Stunden.

Bei Verdacht: die aufgetragene Lösung sofort mit reichlich Wasser und mildem Shampoo auswaschen und umgehend die Tierärztin oder den Tierarzt aufsuchen. Verwenden Sie ausschließlich Präparate, die für Katzen zugelassen sind — bei akuten Zeichen hilft der Ratgeber zum Notdienst.

Wann zum Tierarzt bei Verdacht auf Wurmbefall oder Vergiftung?

Ein Wurmbefall ist in der Regel kein Notfall: Bei Durchfall, Gewichtsverlust oder sichtbaren Würmern im Kot vereinbaren Sie einen Termin — mehr dazu im Ratgeber Durchfall bei der Katze. Bei Verdacht auf eine Permethrin-Vergiftung oder wiederholtem Erbrechen mit Schwäche gilt dagegen: sofort in die Praxis oder den Notdienst. Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Beratung.

Häufige Fragen

Wie oft muss eine Wohnungskatze entwurmt werden?

Mindestens 1 bis 2-mal im Jahr, so die ESCCAP-Empfehlung. Auch Wohnungskatzen können Würmer haben, weil Eier an Schuhen oder Taschen in die Wohnung getragen werden.

Warum sind Flöhe für die Wurmkur relevant?

Flöhe können den Gurkenkernbandwurm übertragen, wenn die Katze beim Putzen einen Floh verschluckt. Bei Flohbefall sollte deshalb zugleich gegen Bandwürmer behandelt werden.

Darf ich meiner Katze ein Wurmmittel für Hunde geben?

Nein. Präparate für Hunde können für Katzen schädlich sein. Anti-Zecken-Mittel für Hunde mit Permethrin sind für Katzen sogar lebensgefährlich. Verwenden Sie nur für Katzen zugelassene Mittel.

Ab welchem Alter werden Kitten entwurmt?

Ab einem Alter von 3 Wochen, da sich Kitten über die Muttermilch mit Spulwürmern anstecken können. Danach folgen Behandlungen alle 2 Wochen bis 2 Wochen nach der letzten Milchmahlzeit.

Was tun bei Verdacht auf eine Permethrin-Vergiftung?

Die Stelle sofort mit reichlich Wasser und mildem Shampoo auswaschen und umgehend die Tierärztin oder den Tierarzt aufsuchen — je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Überlebenschancen.

Offizielle Quellen und Referenzen

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Ilias, VetoCompas

Jede Regel wird auf offiziellen Seiten geprüft (gesetze-im-internet.de, TASSO, FINDEFIX, Landesministerien, kommunale Satzungen) und datiert. Preise stammen aus dem Gebührenverzeichnis der GOT; es werden keine Werte erfunden. Unsere Methode.

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