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Giftige Pflanzen für Katze und Hund: Wohnung, Garten und Festtagsdeko

IVon Ilias, Herausgeber der Website · Aktualisiert am

Kurz gesagt

Für Katzen ist die Lilie die gefährlichste Pflanze: Schon ein einziges Blatt kann tödlich sein, und selbst abgeleckter Blütenstaub löst Symptome aus. Auch Oleander, Maiglöckchen (sogar das Vasenwasser), Palmfarn, Dieffenbachie, Stechpalme und Mistel sind für Katze und Hund giftig. Im Zweifel rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst an.

Weiterlesen: unser Überblick über Krankheiten bei der Katze · giftige Lebensmittel für Hund und Katze

Welche Pflanzen sind für Katze und Hund giftig?

Die Tabelle beruht auf den Merkblättern des französischen Tiergiftzentrums CAPAE-Ouest (Tierärztliche Hochschule Nantes), grob geordnet von sehr gefährlich bis wenig gefährlich.

PflanzeWo sie vorkommtVor allem betroffenGefahr
Lilie (und Taglilie)Blumensträuße, GartenKatzeSehr hoch: ein Blatt kann für die Katze tödlich sein, Nierenschaden
OleanderGarten, TerrasseAlle TiereSehr hoch: 2 bis 3 Blätter können für einen Hund von 10 kg tödlich sein
MaiglöckchenSträuße im FrühlingVor allem KatzeHoch: die ganze Pflanze, auch verwelkt, und das Vasenwasser; wirkt aufs Herz
Palmfarn (Cycas)Garten, KübelVor allem HundHoch: ein bis zwei Samen können einen kleinen Hund töten, Leberschaden
DieffenbachieZimmerpflanzeVor allem KatzeHoch: sehr reizender Pflanzensaft, geschwollene Zunge
BuchsbaumHeckenAlle TiereHoch, aber selten gefressen (bitterer Geschmack)
Stechpalme (Ilex)Hecken, WeihnachtsdekoHundMittel bis hoch: Symptome schon ab 2 zerkauten Beeren
MistelWeihnachtsdekoHund und KatzeMittel: Beeren, Blätter und Zweige
Rhododendron, AzaleeGartenHund, KatzeMittel bis hoch: alle Pflanzenteile
HortensieGarten, TopfKatze, Hund, KaninchenMittel: vor allem Blätter und Knospen
FicusZimmerpflanzeVor allem KatzeMittel: reizender Milchsaft, bei der Katze ernster
Einblatt (Spathiphyllum)ZimmerpflanzeKatze, Hund, Kaninchen, NagerMittel: Reizung im Maul
WeihnachtssternZimmerpflanze im WinterVor allem KatzeGering: meist keine Symptome

Die Lilie: für Katzen die gefährlichste Pflanze

Laut CAPAE-Ouest genügt es, dass eine Katze an irgendeinem Teil der Lilie kaut; selbst das Ablecken von Blütenstaub aus dem Fell kann Symptome auslösen. Ein einziges Blatt kann tödlich sein.

Zuerst zeigen sich Erbrechen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. In schweren Fällen folgt 24 bis 48 Stunden später ein akutes Nierenversagen: Die Katze setzt weniger oder gar keinen Urin mehr ab. Deshalb sofort anrufen, auch wenn die Katze noch munter wirkt. Am sichersten: keine Lilien in einem Haushalt mit Katze, weder im Strauß noch im Topf.

Zimmer- und Gartenpflanzen: worauf achten?

  • Dieffenbachie und Einblatt: ihr Saft enthält Oxalatkristalle; Schmerzen, Speicheln und geschwollene Zunge. Die Katze reagiert empfindlicher als der Hund.
  • Ficus: der Milchsaft reizt Maul und Verdauungstrakt; bei der Katze können Gesicht und Nieren betroffen sein.
  • Oleander: die ganze Pflanze ist giftig, sogar Wasser, in dem ein Zweig stand; er wirkt auf das Herz.
  • Palmfarn: Samen und Blätter schädigen die Leber; meist trifft es Hunde.
  • Buchsbaum, Rhododendron, Azalee, Hortensie: alle Teile oder vor allem Blätter und Knospen sind giftig.
  • Weihnachtsstern: oft genannt, laut CAPAE-Ouest aber nur sehr mäßig giftig.

Frühling und Weihnachten: die Pflanzen der Saison

  • Maiglöckchen: die ganze Pflanze ist giftig, auch verwelkt und getrocknet, sogar das Vasenwasser. Die Beschwerden beginnen 15 Minuten bis 6 Stunden nach dem Fressen.
  • Stechpalme: meist sind die Beeren schuld; bei einem mittelgroßen Hund können 2 zerkaute Beeren Symptome auslösen.
  • Mistel: die weißen Beeren der Zimmerdeko verursachen die meisten Vergiftungen bei Haustieren.

Denken Sie an Festtagen auch an Schokolade, Rosinen und Zwiebelgerichte: siehe unsere Liste der giftigen Lebensmittel.

Ihr Tier hat eine Pflanze gefressen: was tun?

  • Rufen Sie sofort Ihre Tierarztpraxis an, nachts und am Wochenende den tierärztlichen Notdienst. Die Giftinformationszentren beraten je nach Kapazität auch zu Tieren, etwa das GIZ-Nord in Göttingen (0551 19240, rund um die Uhr).
  • Bestimmen Sie die Pflanze: ein Stück aufheben oder fotografieren, Uhrzeit notieren.
  • Spülen Sie mit Wasser Maul, Haut oder Augen, die mit dem Saft einer reizenden Pflanze (Dieffenbachie) in Kontakt kamen, wie es das CAPAE-Ouest empfiehlt.
  • Geben Sie nichts und lösen Sie kein Erbrechen aus, ohne tierärztlichen Rat.

Erbricht Ihre Katze bereits, nennt unsere Seite Katze erbricht die Anzeichen, die einen sofortigen Tierarztbesuch erfordern. Diese Seite ersetzt keine Diagnose oder Behandlung.

Häufige Fragen

Welche Pflanze ist für Katzen am giftigsten?

Die Lilie. Laut CAPAE-Ouest kann ein einziges Blatt für die Katze tödlich sein, und schon abgeleckter Blütenstaub löst Symptome aus. Die Nieren werden 24 bis 48 Stunden später geschädigt.

Ist der Weihnachtsstern für Katzen tödlich?

Sehr selten. Laut CAPAE-Ouest ist er nur sehr mäßig giftig: meist keine Symptome, manchmal Verdauungsbeschwerden.

Ist das Vasenwasser von Maiglöckchen gefährlich?

Ja. Alle Teile des Maiglöckchens sind giftig, auch verwelkt, und ebenso das Vasenwasser.

Wen rufe ich an, wenn mein Hund eine Pflanze gefressen hat?

Ihre Tierarztpraxis oder den tierärztlichen Notdienst. Die Giftinformationszentren, etwa das GIZ-Nord (0551 19240), beraten je nach Kapazität auch zu Tieren.

Offizielle Quellen und Referenzen

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Ilias, VetoCompas

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