Hundesteuer: Anmeldung, Höhe und Beispiele großer Städte
IVon Ilias, Herausgeber der Website · Aktualisiert am
Die Hundesteuer ist eine Gemeindesteuer: Jede Kommune legt Höhe und Regeln in ihrer eigenen Satzung fest. In den großen Städten kostet der erste Hund zwischen 90 und 174 Euro im Jahr, für als gefährlich eingestufte Hunde oft mehrere Hundert Euro. Sie müssen den Hund nach dem Einzug anmelden, meist innerhalb weniger Wochen.
Weiterlesen: TASSO und FINDEFIX · Listenhunde und Kampfhunde
Was ist die Hundesteuer?
Die Hundesteuer ist eine kommunale Steuer auf das Halten von Hunden. Anders als der Name vermuten lässt, gibt es keinen bundesweiten Satz: Jede Stadt und Gemeinde regelt Höhe, Ermäßigungen und Befreiungen in ihrer eigenen Hundesteuersatzung.
Die Hundesteuer gehört zu den laufenden Kosten eines Hundes. Wie sie sich in ein Monatsbudget einfügt, zeigt der Ratgeber Was kostet ein Hund oder eine Katze?. Diese Seite ist Teil des Ratgebers TASSO und FINDEFIX, der die weiteren Pflichten von Hundehaltern erklärt.
So melden Sie Ihren Hund an
Sie müssen jeden Hund bei der Gemeinde anmelden, in der Sie wohnen. Die Fristen unterscheiden sich von Stadt zu Stadt:
- Berlin: innerhalb eines Monats nach Kauf oder Zuzug; die Anmeldung im Hunderegister gilt zugleich als Steueranmeldung.
- Hamburg: innerhalb von zwei Wochen nach Erwerb.
- Köln: innerhalb von vier Wochen nach Aufnahme in den Haushalt.
Zuständig ist in der Regel die Hundesteuerstelle oder das Finanzamt Ihrer Gemeinde. Nach der Anmeldung erhalten Sie einen Bescheid; die Steuer wird meist halbjährlich fällig.
Wie hoch ist die Hundesteuer?
Die Spanne ist groß. In den großen Städten kostet der erste Hund zwischen 90 und 174 Euro im Jahr. Manche kleine Gemeinde erhebt für einen normalen Hund gar keine Steuer.
Für jeden weiteren Hund verlangen viele Städte einen höheren Satz — Berlin etwa 120 Euro für den ersten und 180 Euro für jeden weiteren Hund. Andere Städte wie Hamburg, München oder Köln berechnen für jeden Hund denselben Betrag.
Beispiele großer Städte (Stand 2026)
Die folgende Tabelle zeigt die Jahressteuer laut den Satzungen der Städte, erhoben im Oktober 2026. Verbindlich ist immer die aktuelle Satzung Ihrer eigenen Gemeinde.
| Stadt | Erster Hund / Jahr | Weitere Hunde | Listenhund / Jahr |
|---|---|---|---|
| Hamburg | 90 € | 90 € je Hund | 600 € |
| München | 100 € | 100 € je Hund | 800 € |
| Frankfurt am Main | 102 € | 102 € je Hund | 900 € (225 € mit Prüfung) |
| Berlin | 120 € | 180 € je weiterer Hund | kein Sondersatz |
| Köln | 174 € | 174 € je Hund | kein Sondersatz |
Achten Sie auf Änderungen: München erhöht die Steuer zum Jahr 2027 auf 144 Euro pro Hund und 1 200 Euro für Kampfhunde. Köln hat zum 1. Januar 2026 von 156 auf 174 Euro erhöht.
Für Listenhunde wird es deutlich teurer
Für Hunde, die eine Kommune als gefährlich einstuft, verlangen viele Städte ein Vielfaches des Normalsatzes: 600 Euro in Hamburg, 800 Euro in München, 900 Euro in Frankfurt am Main. Frankfurt reduziert den Satz auf 225 Euro, wenn der Hund eine Begleithundeprüfung bestanden hat.
Welche Hunde als Listenhunde gelten und welche Pflichten darüber hinaus bestehen, erklärt der Ratgeber Listenhunde und Kampfhunde.
Befreiungen und Ermäßigungen
Die Satzungen sehen in vielen Städten Ausnahmen vor, zum Beispiel:
- Assistenzhunde (etwa Blindenführhunde) — oft ganz befreit.
- Rettungshunde mit abgeschlossener Ausbildung — in Köln befreit.
- Hunde aus dem Tierheim — in Köln befreit.
- Empfänger von Sozialleistungen — in Köln Ermäßigung von 174 auf 60 Euro.
In Hamburg sind als gefährlich eingestufte Hunde von jeder Ermäßigung ausgeschlossen. Prüfen Sie die Satzung Ihrer Gemeinde, ob für Sie eine Befreiung infrage kommt. Unabhängig von der Steuer gelten weitere Halterpflichten, etwa der Hundeführerschein in Niedersachsen.
Häufige Fragen
Muss ich meinen Hund anmelden?
Ja, jeder Hund muss bei der Gemeinde angemeldet werden, meist innerhalb von zwei bis vier Wochen nach Kauf oder Zuzug. In Berlin gilt die Anmeldung im Hunderegister zugleich als Steueranmeldung.
Wie hoch ist die Hundesteuer in Deutschland?
Das legt jede Gemeinde selbst fest. In den großen Städten liegt der erste Hund zwischen 90 und 174 Euro im Jahr. Für Listenhunde werden oft mehrere Hundert Euro fällig.
Was kostet ein zweiter Hund an Steuer?
Das ist unterschiedlich. In Berlin kostet jeder weitere Hund 180 Euro statt 120 Euro. In Hamburg, München, Köln und Frankfurt gilt für jeden Hund derselbe Satz.
Kann ich von der Hundesteuer befreit werden?
In vielen Städten ja, etwa für Assistenzhunde, Rettungshunde oder Tierheimhunde. Empfänger von Sozialleistungen können in manchen Städten eine Ermäßigung beantragen, in Köln von 174 auf 60 Euro.
Warum ist die Hundesteuer für Listenhunde höher?
Viele Gemeinden setzen für Hunde, die sie als gefährlich einstufen, einen deutlich höheren Satz fest: 600 Euro in Hamburg, 800 Euro in München, 900 Euro in Frankfurt am Main.
Offizielle Quellen und Referenzen
Jede Regel wird auf offiziellen Seiten geprüft (gesetze-im-internet.de, TASSO, FINDEFIX, Landesministerien, kommunale Satzungen) und datiert. Preise stammen aus dem Gebührenverzeichnis der GOT; es werden keine Werte erfunden. Unsere Methode.