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Tierarzt-Notdienst: So finden Sie Hilfe und was sie kostet

IVon Ilias, Herausgeber der Website · Aktualisiert am

Kurz gesagt

Im Notdienst gelten besondere Gebühren: Die GOT erlaubt nachts, am Wochenende und an Feiertagen den zwei- bis vierfachen Satz statt des einfachen bis dreifachen. Zusätzlich wird eine Notdienstgebühr von 50 Euro fällig, die pro Angelegenheit nur einmal erhoben wird. Den zuständigen Notdienst erfahren Sie über den Notdienstplan Ihrer Landestierärztekammer oder den Anrufbeantworter Ihrer Praxis.

Weiterlesen: unseren Überblick zu den Tierarztkosten · unseren Ratgeber zur GOT

Wie finde ich den tierärztlichen Notdienst?

Außerhalb der Sprechzeiten übernehmen Bereitschaftsdienste die Versorgung. So finden Sie die zuständige Praxis:

  • Anrufbeantworter Ihrer Praxis: die meisten Praxen nennen dort den zuständigen Notdienst.
  • Notdienstpläne der Landestierärztekammern: die Kammern veröffentlichen Pläne für ihre Region.
  • Tierkliniken: viele Kliniken haben eine eigene Notaufnahme, oft rund um die Uhr.

Am besten notieren Sie sich die Notdienst-Nummer, bevor ein Notfall eintritt. Wann ein Notfall vorliegt, erklären wir weiter unten; die GOT regelt, was der Notdienst kosten darf.

Was kostet der Notdienst?

§ 4 der GOT legt die Zuschläge fest:

  • Erhöhter Satz: Im Notdienst steigen die einfachen Gebührensätze auf das Zweifache und können bis auf das Vierfache steigen. Eine Leistung, die tagsüber 23,62 Euro netto kostet, darf im Notdienst also mit dem doppelten bis vierfachen Betrag berechnet werden.
  • Notdienstgebühr: Zusätzlich fallen 50 Euro an. Diese Gebühr wird pro Angelegenheit nur einmal erhoben, auch wenn mehrere Tiere eines Halters behandelt werden.

Wann ein Notdienst vorliegt, definiert § 2 der GOT: nachts von 18 bis 8 Uhr, am Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Montag 8 Uhr sowie an Feiertagen von 0 bis 24 Uhr.

Wann ist es wirklich ein Notfall?

Der Notdienst ist für akute, lebensbedrohliche Zustände gedacht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Atemnot oder Bewusstlosigkeit,
  • starke Blutungen oder offene Verletzungen,
  • Vergiftungsverdacht,
  • anhaltendes Erbrechen oder Durchfall mit Schwäche,
  • ein aufgeblähter, harter Bauch (möglicher Hinweis auf eine Magendrehung beim Hund),
  • Wehenprobleme bei trächtigen Tieren.

Sind Sie unsicher, rufen Sie den Notdienst an und schildern Sie die Lage — im Zweifel entscheidet die Praxis, ob ein sofortiger Termin nötig ist. Diese Seite ersetzt keine tierärztliche Einschätzung. Bei einem Tier, das erbricht oder Durchfall hat, hilft der jeweilige Ratgeber — etwa Hund krank — bei der Einordnung.

Beispiel: Was kostet ein Notfall-Besuch?

Ein einfaches Beispiel zur Orientierung, netto und ohne Medikamente:

  • Allgemeine Untersuchung mit Beratung (Nr. 16): 23,62 Euro im einfachen Satz — im Notdienst mit dem zweifachen Satz 47,24 Euro.
  • Dazu die Notdienstgebühr von 50 Euro.

Hinzu kommen je nach Behandlung weitere Positionen, Arzneimittel und die Umsatzsteuer von 19 Prozent. Da im Notdienst bis zum vierfachen Satz abgerechnet werden darf, kann die Rechnung deutlich höher ausfallen. Den Rahmen der regulären Sätze erklärt unser Überblick zu den Tierarztkosten.

Häufige Fragen

Was kostet der Tierarzt-Notdienst?

Im Notdienst gilt der zwei- bis vierfache Satz statt des einfachen bis dreifachen. Zusätzlich wird eine Notdienstgebühr von 50 Euro fällig, die pro Angelegenheit nur einmal erhoben wird.

Wann gilt der Notdienst-Zuschlag?

Nachts von 18 bis 8 Uhr, am Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Montag 8 Uhr und an Feiertagen von 0 bis 24 Uhr. Leistungen in der regulären Sprechstunde, auch nach Vereinbarung, sind davon ausgenommen.

Wie finde ich den tierärztlichen Notdienst?

Über den Anrufbeantworter Ihrer Praxis, die Notdienstpläne der Landestierärztekammern oder die Notaufnahme einer Tierklinik. Notieren Sie sich die Nummer am besten vorab.

Ist die Notdienstgebühr pro Tier fällig?

Nein. Die Notdienstgebühr von 50 Euro wird in derselben Angelegenheit nur einmal erhoben, auch wenn mehrere Tiere eines Halters im Rahmen des Notdienstes versorgt werden.

Wann sollte ich in den Notdienst fahren?

Bei akuten, lebensbedrohlichen Zuständen wie Atemnot, Bewusstlosigkeit, starken Blutungen, Vergiftungsverdacht oder einem aufgeblähten Bauch. Im Zweifel rufen Sie an und schildern die Lage.

Offizielle Quellen und Referenzen

I
Ilias, VetoCompas

Jede Regel wird auf offiziellen Seiten geprüft (gesetze-im-internet.de, TASSO, FINDEFIX, Landesministerien, kommunale Satzungen) und datiert. Preise stammen aus dem Gebührenverzeichnis der GOT; es werden keine Werte erfunden. Unsere Methode.

Siehe auch